nuncio
Rapboard Moderator
    
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« am: 12.Juni.2004 17:25:07 » |
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ok, diese geschichte habe ich im selben zustand wie lyri geschrieben, hier ein auszug...
Kapitel Eins: Ja jetzt geht es auch schon los.
Tcha, wo fang ich an... Mein Erlebnis ist so haarsträubend, dass es mir keine sau glauben mag, aber es stimmt. Es kommt mir vor, als wäre es gestern. Ich habe ebenfalls den strengen verdacht, als wäre es sogar gestern. Nach längerem Überlegen und häufigem Verwerfen der Theorie, was eine neubildung der alten hervorrief, kam ich zu dem entschluss, dass es wirklich gestern war. Oder so.
Es war ein Tag wie jeder andere, die sonne hatte sich irgendwie total schüchtern hinter einer hässlichen wolkendecke versteckt und zeigte uns nur ihre kalte schulter, welche aber mit einem hübschen tattoo verziert war. Ich hatte aber keinen sinn für solche körpermalereien und widmete mich lieber meinem hobby, der astrologie. Ich sitze abends oft stundenlang am fenster meines kleinen hauses am rande der stadt, von dessen südfenster aus ich einen wunderschönen blick ins tal und auf die stadt habe und guck mir den malerischen nachthimmel, die lichter der stadt und natürlich hauptsächlich die sterne an. Ein teleskop kann ich mir leider nicht leisten aber ich habe ein fernglas und ab und zu, wenn ich nicht einschlafe, schaue ich mir die sterne an. Ich hab schon das eine oder andere mal frau holdenborn beim umziehen erschreckt. Ich meine, die sieht so komisch aus, dass ich sie mir schon gerne mal angucke, um was zu lachen zu haben. In meinem job hab ich ja nicht viel zu lachen. Ich arbeite am fließband der firma „Hirnfix“ und fülle hirn in tuben ab. Ich hab wenig geld und verdiene auch nicht viel. Zudem ist mein gehalt sehr mager. Aber wenigstens hab ich einen langweiligen job, der mich mit einer schweinekotzigen leere ausfüllt, als würde man einen dampfer so lange in senf parken, bis die pinguine sich grüne anzüge anziehen, um nicht vom Klapperstrauß gefressen zu werden. Wir alle kennen ja die Wirkung von unrealistischen filmen in 3D auf verhaltensgestörte teenager, die nichts anderes ausser pizza essen... na ja...
Zurück zur Theateraufführung, die der Direktor der schule geplant hatte! Ich saß zu hause rum und studierte meine akten. Ich hoffte, eines tages auf ausserirdisches leben zu stoßen. Ich war immer auf der suche doch bisher hab ich nur ein playmobil auto und einen toten hamster gefunden, der nicht mal schlittschuh laufen konnte. Oder hatte ich da was verwechselt. Mein Schreibtisch war sehr wild verwüstet, es lagen überall akten rum, alles war total durcheinander. Der tisch ist ein erbstück der familie! Ein antiker eichenholztisch! Unkaputtbar und voll schön irgendwie, wenn man auf so alten schinken steht. Egal, es ging mir um mehr! Ich wollte der sein, der als erster mit ausserirdischen eine schöne tüte raucht, dabei einen angenehmen grünen tee mit viel zucker geniesst, eventuell ein paar tacos nascht und sich über gott und die welten unterhält. Ich hab jeden abend tee aufgesetzt aber niemand kam vorbei. Ich hab mir dann immer einen hut aufgesetzt und mir im garten ein wachtelküken gefangen. Das hab ich mir dann mit eiern, kartoffeln, grünen bohnen, sellerie, petersilie, majoran, einem schuss fanta und einer prise mitleid in die pfanne gehauen. Danach war ich immer so satt, dass es mich mit einem schönen gefühl erfüllte. Fast so, als wäre es ein lauschiger Montag morgen im berufsalltag von mexico city. Ach ja. Ich döste so vor mich hin, ich war ja auch schon ziemlich bekifft und hatte eh keinen plan mehr, jedenfalls... wo war ich jetzt? Ich war im wohnzimmer und lag auf der couch. Das wohnzimmer war sehr wohnlich eingerichtet und sah auch echt total verwohnt aus. Überall lagen schallplatten und kleidungsstücke rum. Es war eigentlich total gemütlich, bis zu dem tag an dem ich beschlossen hatte, nicht mehr aufzuräumen. Dazu fehlte mir einfach die zeit. Und zeit ist geld. Ich bin ein vielbeschäftigter mann. Mein forschungen nach ausserirdischem leben und die arbeit in der hirnfabrik spannen mich sehr ein. Ich kuschelte mich auf das raue, aufgesprungene leder meiner dritte welt couch und pupste unauffällig. Ein flamingo verliess gerade meine wohnung und ich wollte gerade noch was sagen aber da waren sie auch schon weg, die ganzen selten bierdeckel, die ich mir in diversen lokalen zusammengeklaut hatte. Dieser scheiß flamingo war mir von anfang an nicht koscher. Aber irgendwie hatte er es wohl doch recht eilig. Als in dem moment meine katze mit einem rucksack voller katzenfutter aus dem fenster sprang und mir noch kurz „tschüss!“ sagte, wurde mir klar, dass hier was ganz und gar nicht in ordnung war! Ich sprang auf und ging in die küche. Und tatsächlich- diese blöde katze hatte sich auch meine in essig eingelegten kalbskartoffeln mitgenommen. Ich warf ihr katzenklo aus dem fenster, doch der hinterfotzige kater war schon mit meinem wagen auf und davon. Am ende der straße sah ich den wagen verschwinden. Und auch der scheiß flamingo, der saß auf dem beifahrersitz! Wo hatte ich diesen scheiß flamingo überhaupt aufgegabelt? Das wollen hier jetzt sicher viele wissen aber erstes weiß ich es nicht und zweitens fällt es mir gerade wieder ein.
Völlig wütend setzte ich mich hin und sah, dass auch meine goldfische weg waren. Wasserspuren zum fenster waren der zweideutige beweis, dass ich vergessen hatte, meiner schwester zu erzählen, dass der balken auf dem dachboden unseres elternhauses, an dem ein elektrischer verteilerkasten hängt, doch zweikanalig ist, man muss ja nur beide kabel reinstecken. Ich ging sofort zum telefon und rief sie an. Sie wusste es schon und lache mich aus. Gerade, als ich völlig deprimiert auflegen wollte, erzählte sie mir, dass sie ihren lieblingsvogel, den klaus- dieter erschlagen musste. „Er ist in seinem käfig verrückt geworden.“ sagte sie traurig und trank eine dose Cola. Ich verstand so langsam gar nix mehr und dachte mir, ich sollte ihr mal erzählen, dass auh in meinem haus die tiere verrückt gespielt haben! Aber ich erzählte ihr, dass ich den verdacht hegte, dass sie sich endlich mal einen netten freund suchen sollte, der ihr autofahren und fernseher reparieren beibringt. Das andere hatte ich schon vergessen. Aber da fiel mir ein, dass ich hunger hatte. Ich saß wieder am fenster, beobachtete die sterne und hörte viele tiere auf den Straßen. Wütende Menschen riefen ihnen sachen und Möbel hinterher. Ich wusste schon wieder, dass immer noch etwas nicht in ordnung war und zwar mein linkes Ohr. Ich hatte einen Joint geraucht und mich gefragt, ob es wohl wehtun würde, wenn man sich die Tüte nicht mit dem Filter in den Mund, sondern mit der Glut ins Auge stecken würde. Das hab ich dann gleich mal ausprobiert. Oh, moment mal, ach nee, doch nicht. Ich hab das dann jedenfalls mal ausprobiert und ich hab mir dann aber aus versehen ins ohr gestochen anstatt ins auge. Ich frag mich, wie diese unachtsamkeit passieren konnte. aber das tat ganz schön weh, ich ärgere mich gerade darüber, denn es tut immer noch weh. Auf einmal sah ich so ganz überraschend ein helles licht am himmel, welches auf die Erde zuraste. Es schoss ganz schnell zu boden und verschwand in einem waldstück, gleich hinter meiner stadt. Sofort wurde mir klar, dass ich noch was zu essen kaufen musste im 24 stunden geschäft um die ecke. Ich zog meinen mantel an und dachte mir noch so „Ja, ich könnte dann auch gleich mal nach dem raumschiff im wald sehen!“ Ich ging so draussen rum und es war ganz schön kalt. Allein schon der gedanke an den gestank im zug widert mich an. Oder damals, als der kofferraumdeckel kaputt war und es so neblig war! Mann war die Alte hässlich! Ich kam zu dem 24 stunden laden und ging auch rein. Es war ein hässlicher Prachtbau! Neonfarbene Säulen strahlten mich an aber ich ignorierte die dinger von ganzem herzen. Ich betrat den interessanten großen einkaufsraum, der mich an eine tankstelle in der großstadt erinnerte. Der freundliche mann hintern tresen hieß ali und kannte mich schon sehr gut. Ich kaufte bei ihm immer zu späterstunde alle möglichen sachen. Zahnbürsten, Atemspray, schwarze Leichensäcke, das übliche. Er grinste mich gleich an und ich wusste genau, dass er auf mein ohr starrte. Und ich war mir sicher, dass er gerade ‚oh nein, da kommt wieder der komische vogel rein und jetzt hat er auch noch voll das beschissene ohr. Mann sieht das kacke aus, der sollte sich mal die krabben bestellen, die sind lecker.’ dachte. Ich sah ihn voller Argwohn an und begann dann, wie ein wilder im laden rumzulaufen. Ich kaufte in meiner verwirrten panik so viele sachen, die ich eigentlich gar nich brauchte und so beschloss ich, sie wieder hinzulegen und ging direkt zu Ali. Er grinste mich immer noch an und seine augen klebten förmlich auf meinem verletztem ohr. Dabei sah er selber aus wie so ein hampelmann. Der hatte so albernes zeug an. Sein chef hatte ihn in dieses merkwürdige hühnerkostüm gesteckt, nicht weil es nötig war, sondern einfach nur, weil ali darin so richtig schön scheisse aussah. „was los?“ fragte Ali. Ich musterte ihn und merkte, dass ich gar nicht lachen wollte. „Ali! Die Außerirdischen sind im Wald gelandet! Ich hab ausserdem auch noch Bock auf Krabben, hast du welche da?“ Ali drehte sich um und suchte in einem Kühlschrank nach Krabben oder irgendwas essbarem, was bei flüchtigem Augenschein an Krabben erinnerte. „Was für Außerirdische?“ fragte er total beschäftigt mit seiner suche nach dem heiligen Gral der Innenarchitekten: Der Holzkohle aus dem Frauenknast. „ich habe am fenster gesehen, wie die mit ihrem raumschiff in den wald gefallen sind. Willst du mitkommen? Alleine hab ich angst!“ sagte ich mit zitternden knien und merkte in diesem moment, dass ich in Hundescheisse getreten war. Und schon verbreitete sich dieser Kotgeruch überall und quälte unsere nasen von innen auf eine bestialische weise, die wirklich nicht mehr vertretbar war. Ali tat so, als würde er es nicht merken, was auch wirklich sehr fair von ihm war. Beim Tischfußball war er nicht so kulant. Aber in den Tränen in seinen augen erkannte auch ich, wie sehr ihn der geruch der substanz aus einem fremden hunderektum, die jetzt unter meinem schuh (und über all im laden) klebte geißelte. „Ich glaub, ich kann dir nicht helfen, ich muss doch hier die nachtschicht machen und ausserdem will ich noch kacken.“ Ich war sehr traurig aber ich akzeptierte es. Langsam schlenderte ich über den glatten Fußboden, der leider voller Hundescheiße war. Vor der Tür rauchte ich eine Zigarette, ging dann wieder rein, kaufte mir ne Pepsi und stand wieder vor der Tür, wo mir ein hässlich kalter wind die nase von dem Kackgeruch in dem Laden freibließ. Ich besorgte mir eine schöne currywurst und schlenderte durch die verschneiten straßen meines heimatortes. Die laternen warfen ein verfunzeltes licht auf den schnee von gestern da auf dem bürgersteig. Ich hatte keine ahnung, was heute abend im fernsehen war aber ich musste un bedeingt rausfinden, was da oben in den bergen los war. Und ich musste noch nach hause, grünen tee aufsetzen!
Kapitel Zwei: Ich weiß voll nicht, was jetzt hier los ist, denn ich hab auch gar nicht so die Lust rauszugehen.
Ich saß wieder zu Hause und fragte mich die ganze Zeit, was wohl los war mit den Aliens im Wald. Ich hatte ein bisschen Schiss vor dem ersten Mal und traute mich nicht aus meiner wohnung. Ich lag mit meinem Teddy und einer geladenen .45er Magnung unterm Sofa. Die Nacht war ewig lang und am nächsten Morgen tat mior alles weh. Es war zum kotzen. Ich sah aus dem Fenster: Ein neuer Tag war mir vor die füße gekotzt worden. Jetzt durfte ich daraus ein leckeres brötchen mit marmelade machen. Nein ich beschloss, erst mal leckeres zeug zu frühstücken. Nachdem ich mir psychische geräusche gegönnt hatte, verschwand ich im nebel des vergessens und duschte erst mal meine schwer zugänglichen stellen.
Als ich dann endlich fertig war, kreisten meine gedanken immer noch um die aliens im wald wie diese ekeligen fliegen durch meine küche und ganz oft auch im schlafzimmer. Aber da spielen sich noch tragischere sachen ab. Ich denke nur mal an die eine laterne, die gestern bei mir in der straße umgefahren wurde. Ode rhab ich das nur geträumt. Na ja egal, ich wollte jedenfalls doch mal gucken, was da so los und beschloss, mich bald fertig zu machen, damit ich schon mal bald los kann. Ich freute mich und baute mir einen joint von der Größe einer punica flasche. Den kiffte ich weg, ohne rot zu werden. Gemütlich saß ich da und rauchte dieses riesen teil. Meine beine baumelten über die lehne der Couch und ich hatte es mir bequem gemacht wie irgendso ein großkotz am wochenende. Ich war schon so breit, dass ich, anstatt loszugehen einfach noch drei joints rauchte. ‚na ja’ dachte ich mir, ‚dann geh ich wenigstens satt aus dem haus!’ und verlies taumelnd meine komische wohnung.
Ich ging den schaumig schlammfarbenen weg, der von meinem haus zur hauptstraße führte. Die ersten häuser deuteten den stadtrand an. Es ist eine steile straße, die ins tal, in die stadt führt. In den bergen ist alles voller fichten. Genau da wollte ich doch auch eigentlich hin. Ich drehte um und begab mich in den wald.
Der weg war voller fichtennadeln und überall wuselten so kleine büsche rum und ich hielt die augen offen. Ich naschte an einer leckeren pfeife und beschloss, mich mit einer decke auf dem boden niederzulassen, um ein paar käsemaus- schnittchen zu vertilgen und sie danach in den wald zu kotzen. Vielleicht setz ich noch nen haufen drauf, mal sehen, was egon sagt. Ich hatte mich gestärkt und ging weiter. Ich hatte total die orientierung verloren und wusste gar nicht mehr, wo ich war. überall nur bäume, tannenzweige, büsche, die mir auf die füße glotzten und irgendwelche vögel, die in ihrer vogelsprache zwitscherten: „ey guck mal da unten, der hässliche knabe mit dem peinlichen ohr! Der hat sich verlaufen und da hinten in den wald gekackt. Los zeigt alle mit den flügeln auf ihn und lacht ihn aus! Und dann kackt ihr ihm auf die mütze!“ Zum glück versteckte ich mich in einem alten hühnengrab vor der schisswütigen attacke der spatzen aus dem obergehölz. Ich warf mich panisch in die sichere grabstätte und hatte unbeschreibliche angst. In diesem moment erblickte ich ein komisches metallding im wald, dass mich sofort an einen ameisenarsch erinnerte. Es steckte tief im boden und war mehrere meter groß. Es schimmerte metallisch und war scheinbar mit hohen geschwindigkeit aufgeschlagen und dabei in mutter natur gestoßen worden. Ich zündete mir einen joint an und war total verängstigt. Wo kam das ding her? Ich sah fußspuren, die von dem objekt wegführten. Sofort bekam ich es mit der angst zu tun und verspürt ein dringendes bedürfnis, den fußspuren zu folgen. Dies tat ich denn auch. Ich ging den seltsamen spuren im sandigen boden nach und merkte, dass es meine eigenen waren. Ach nee doch nicht. Es waren andere spuren. Nachdem ich die verfolgt und irgendwo tief im wald verloren hatte, merkte ich, dass ich voll scheiße gelaunt war, denn ich hatte sowohl den weg, als auch die spur und mein feuerzeug verloren. So. jetzt hatte ich keine lust mehr, in diesem wald umherzuirren, ich wollte jetzt wirklich nach hause. Ich zog mein neues handy aus der tasche und bestellte mit bejem ein taxi. Dieses kam dann auch. Es war ein protziger gelber mercedes benz, der von einem mann gefahren wurd, der offensichtlich voodoo priester war und sehr, sehr gefährlich aussah. Furchtlos stieg ich ein und lies mich nach hause fahren. Die stadt war irgendwie verändert. Alles war so merkwürdig. Ich hatte das gefühl, jemand wollte mir zum Nikolaus in die Schuhe kotzen. Ich wehrte mich heftig dagegen. Und noch mehr wehrte ich mich gegen den alten brauch, trillerpfeifen zu verschlucken. Auch donald duck war in die sache verstrickt...! Während der fahrt fiel mir ein, dass ich noch mal zur Videothek wollte, weil sie die DVD „Hochhäuser stricken einen Sack Zement“ neu im Laden hatten. Ich stieg aus und gab dem fahrer ein leeres olivenglas, das ich zuvor auf dem rücksitz des taxis gefunden hatte. „hier, da ist meine seele drin! Ich hab nämlich keine kohle!“ Der taxifahrer nahm das glas und legte es ins handschuhfach. Da lagen schon mehrere olivengläser, scheinbar mit den seelen anderer pfiffiger fahrgäste aus der vergangenheit gefüllt. Er lächelte mich an und fuhr davon. Ich grinste mir eins, weil ich den alten spacken ganz schön verarscht hatte!
Ich ging durch die peinliche altstadt meiner heimatstadt. Es war so langweilig, dass es spannender war, sich mit tapetenleim zu unterhalten, als in dieser scheiß stadt zu leben. Die leute lebten gut, aber es war nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte! Ich dachte, es wäre schön, aber es war scheiße. Ich fand’s da schnell zum kotzen, alle nachbarn waren hinterfotzig! Die haben immer hinter meinem rücken gelabert. Aber ich habe mich immer heimlich gerächt, ich habe immer seltsame kreise in irgendwelche kornfelder gemäht, wenn ich auf Koks war. Das leben hier war, wie gesagt, zum kotzen! Ich lebte nur so vor mich hin, weil ich ein rad im getriebe des systems war. ein total langweiliges dasein, dass ich fristete. Ich wusste, dass es bald so weit war, eine neue kugel eis zu bestellen aber nicht bei dem da hinten, der hat mundgeruch. An diesem tag liefen die uhren anders. Nachdem ich mir in der bar erst mal einen pilz gegönnt hatte, bemerkte ich, dass alle menschen nur total benebelt da saßen! Als hätte sie irgendetwas hypnotisiert. Ich sah sie an und sie sahen mich an. Wieder gafften alle auf mein ohr, so schien mir. Ich hastte es und wollte auf klo aber leider schnitten mir die ferkel den weg ab. Die schäbige bar wurde zum schauplatz einer wilden massenschlägerei! All diese bekloppten schlingel sind auf mich losgegangen und haben auf mich eingebissen! Geschlagen, getreten und durch böse blicke und freche, vorlaute bemerkungen zu tiefst verletzt ging ich zu boden und wunderte mich, was das zu bedeuten hatte. Ich beschloss, heute erst mal früh ins bett zu gehen.
Ich flüchtete aus der bar. Die komischen typen blieben drinnen und ließen mich in ruhe. Ich fand das sehr merkwürdig und beschloss, mal zur arbeit zu gehen, um zu gucken, ob da alles in ordnung ist. Ausserdem hätte ich auch schon seit vier stunden da sein müssen. Ich fand, das traf sich gut.
HIRNFIX. Ich betrat den pissig gekachelten raum, in dem die abfüllanlage aus der decke ragte und wie ein riesigen furunkel im raum hing und mich ein wenig an einen klotzfisch erinnerte. Mit dieser anlage füllte ich hirn in tuben ab und legte diese auf ein fließband. Langweilige arbeit im stehen. Ich betrat den umkleideraum. Mehrere Schränke aus metall standen in dem weiß gekacheltem raum. Ich war der letzte und legte ganz gemütlich mein haarnetz, meine gelben gummihandschuhe, meine latzhose und meine weiße schürze an. Ich sah toll aus. So ging ich dann ganz stolz raus in die werkshalle, um allen zu zeigen, was ich so konnte. Ich hatte extra für heute gelernt, wie man rückwärst ‚arschloch’ sagt. Da würden die kollegen augen machen! Doch dazu kam es gar nicht erst, ich wurde von meinem chef zur seite genommen. Oh nein! Er war es- frau mückenbach, mein chef. Er war groß und dünn und hatte ein böse glatze, die voll mit komischen flecken war, von denen mich einige an geografische Anhaltspunkte meiner Schulzeit erinnerte. Die Zeit, wo ich heimlich auf Klo rauchte und entdeckte, wozu man eigentlich zur schule geht- nämlich, um samen zu kaufen, gras zu züchten, es zuzubereiten und es dann genüsslich zu konsumieren oder zu verkaufen. Ach nee, da hab ich was verwechselt. Die hummeln hatten damals auch totale angst, als sie erwischt wurden. Mein Chef sah mich an. Er hatte eine Krebsschere im linken Auge. „Sollte ich es ihm sagen?“ dachte ich mir... aber nein! Dann würde er mich bestimmt wegen meinem Ohr verarschen! Ich sah meinen Chef an. „Entschuldigung, dass ich zu spät bin aber mein Geländewagen hatte Durchfall und die bei McDonalds haben ewig gebraucht. Na ja es ist immer das selbe mit den billigen Kräften...“ Ich sah meinen Chef an. „Was los, Digger?“ fragte ich ihn verholfen. Vielleicht war ja was mit ihm oder irgendwem, den er kannte. Oder einer, der dem anderen von den beiden, die mittwochs immer mit seinem Großvater Karten gespielt haben mal im Kino den Platz gezeigt hat, wo einer raufgekotzt hatte. Das war natürlich nicht lecker. Auf der anderen Seite war mir aber schon bewusst, dass ich echt Dreck am Stecken hatte... Ich machte mich auf das schlimmste gefasst. „Herr Rafone, sie sind zu spät, sie haben leider unser sehr wichtiges Seminar verpasst. Sie wissen schon, das mit den Eichhörnchen und dem rasierten Bären aus der Ukraine. Ich habe auch Fotos vom Essen gemacht, Schatz.“ Er lächelte mich an. Seine schleimigen Tentakel schlabberten aus seinem einen Ärmel raus und baumelten und machten eine lila Schleimspur auf den Linoleumboden. Ich rutschte aus und schlug mir die Schädeldecke nicht auf. Was für ein Glück! Irgendwas war das nicht ganz normal! „Was wollen sie denn von mir? Soll ich ihre Füße essen oder ihr Auto lecken, damit sie mich jetzt erst mal so richtig vertrimmen, Paul? Ich weiß, dass ich zu spät bin aber ich hatte meine gründe!“ log ich wahrheitsbewusst. „Du hast Gründe?“ sagte mein Chef und zündete sich väterlich eine peinliche Zigarre an. Er trug ein Stoffhemd mit einem erbärmlichen Graulinien- Muster, dass das Auge ankotzte. Seine Locken waren total hässlich. Was für ein merkwürdiger Vogel. Er hatte drei Augen und mehrere schleimige Tentakel, die er versuchte, vor mir zu verbergen. Das machte er aber so laienhaft, dass es schon fast eine Verarschung war. Was hatte er nur, der Gute Mann? „Seien sie nicht besorgt, die Beuteltier! Ich habe Hilfe aus dem fernen Osten bestellt. Man sagt, Gurken kommen dieses Jahr besonders gut an!“ sagte mein Chef und lächelte mich an, sodass ich seinen fauligen Kaffeeatem zu riechen bekam. Er atmete einfach weiter, dieser nervige Lockenkopf. „Wir werden sie nachschulen können. Das Seminar war nämlich ein Blitzseminar.“ Ich folgte meinem Chef. Wir gingen durch die dunklen Kellergewölbe der HIRNFIX AG. Ich war müde und wollte heute gerne Fußball gucken. „Wie wollen sie mir das Einradfahren beibringen?“ fragte ich voller Enten auf der Schulter. „Gar nicht. Wir schulen sie jetzt nach!“ sagte er und schloss die massive Marzipantür auf. „Im Keller?“ fragte ich und biss mal so richtig in diese geile Massivtür und fraß einen Teil davon im Vorbeigehen auf. Es war lecker. Am liebsten würde ich jetzt wieder da langgehen. Ach scheiße. Gut, wo war ich... ach ja, Jerusalem. Nee, warte mal, ich muss mal den Senf anrufen, was der sagt, lest so lange das hier, während ich ihn anrufe!
Ich stand in diesem dunklen Raum und die Marzipantür wurde zugegessen. Ich hatte Angst, denn in dem Raum war nur eine alberne Glühlampe, die an einer Strippe von der Decke hing und dem schokoladigen Raum sein funzeliges Licht spendierte. Mein Chef kam auf mich zu und ich merkte, dass wir jetzt ganz alleine in dem raum waren. Am liebsten hätte ich ihn ja jetzt aufn Stück Schokolade eingeladen, aber er wirkte nicht sehr hungrig. Ich glaube, der wollte meinen Popo! Der sprang mich auf einmal an und kackte mir ans Bein wie die Eidechse letztens. „Bleib hier, keine Bewegung!“ gurgelte er, der gar nicht mehr er oder auch nicht sie, sondern ein schleimiges Monster war, das den Körper meines Chefs total zerlegte, nachdem ich es mit Wasser bespritzt hatte. Das Wasser war Weihwasser aus der Tertapak Flasche vom Plus Markt. Der ist dann einfach geschmolzen, der Chef. Er hat mich angegriffen und ich hab ihn angesprüht mit wasser. Nun war er ein schleimig- dampfender Haufen Scheisskram. Ich hatte keinen Bock mehr auf diesen Kram und bastelte mir einen Joint und dachte nach. Was war passiert? Wieso war mein Boss ein schleimiges Tentakelmonster und wieso wollte er mich töten? Ich hatte doch nie einen Dackel oder sonstige Insekten. Immer nur Schafe, aber das wusste der Typ aus Schottland ja schon. Damals hatte er ja‚ nen Vogel an die Scheibe geklebt, damit der Eifelturm ne andere Farbe gekriegt hat. Aber das hat nicht funktioniert, der hat nur die Temperatur angezeigt. Auf chinesisch. Das fand seine Alte nicht so gut und kaufte sich ne Flasche Selter. Mein Chef lag dampfend auf dem Boden, ich stand dampfend in dem Raum aus Schokolade und begann, meinen Fressflash an den leckeren Wänden auszutoben. Ich naschte die ganze scheiß Marzipantür weg und war danach total satt. Die Tür war so massiv, dass ich drei Tage brauchte, um mich zu befreien. Ich hatte echt viel zu essen! Als ich endlich draussen war, wurde mir klar, dass mein chef von ausserirdischen gesteuert oder irgendwie kontrolliert wurde. Und vielleicht hat sich in der zwischenzeit ja auch schon die ganze Welt angesteckt! Scheiße! Dann hätte ich doch einfach die Tür aufmachen müssen. Stattdessen ging ich erst mal kacken. Das musste ja alles wieder raus, was ich so dabei hatte.
Draußen passierte das, was ich mir gedacht hatte. Ich war müde. Und da kamen auch schon die Mitarbeiter der Firma. Wie Zombies torkelten die von Aliens besessenen durch die weiß gekachelte Halle der Hirnabfüllstation. Ich nahm mir sofort die kettensäge für notfälle und machte sie an. „du bist erledigt, du wichser, du hast den boss getötet!“ sagte Thomas, mein Arbeitskollege. Ich sagte gar nichts und sägte ihm den Arm ab. Thomas erschrak sich schon ein wenig und sagte „Hoppla!“ Ich zersägte noch Harry, den alten Penner und Klaus Dieter, den mochte ich noch nie leiden. Jetzt fiel mir ein, dass das blanker Mord war und ich warf die Kettensäge aus dem Fenster. Stattdessen begann ich, die Alienzombies mit Weihwasser zu bespritzen. Das ging ihnen voll auf die nerven und sie starben unter höllischen qualen, schmerzen und einem lottogewinn, von dem sie aber nicht mehr viel hatten. Da sist so als wenn ein eichhörnchen das einschreibedatum vergisst und man mal wieder einen frosch an die wand werfen muss. Die leute starben alle, nur weil ichsie mit weihwasser beschmutzt hatte. Sie schmolzen und die körper der menschen, die sie besetzt hatten, blieben als picasso auf dem boden liegen und stanken vor sich hin. Ich war voll erschrocken, wie meine kollegen von innen aussahen. Was war nur los! Ich hatte angst, aber ich lachte. Ich wollte nach hause aber ich blieb. Ich hackte leuete mit dackeln tot aber ich glaubte dem bausparvertrag. Es war kein fehler, heute habe ich Englischunterricht und kacke in drei Sprachen. Der mann, der in der Wand wohnte, schrie aufgeregt und ich hörte seine Stimme hinter der Tapete. „TOR! TOR für den FC Pistazie Kirchbarkau!“ Keine Ahnung, ich musste weg, raus aus dieser Firma. Ich hatte gerade fast die gesamte Belegschaft ausgerottet und die Marzipantür angefressen. Ich war ein Schwerverbrecher. Das war die schlimmste Verunglimpfung in meiner Karriere. Ich musste dringend mal nach den tasten sehen, die waren so wolkig. Mal sehen, wie der Alte schreibt. Bestimmt mit der Schreibmaschine auf dem Schoß... Jedenfalls kriegt er 20 Piepen dafür und das prangere ich an! Gell! Ich flüchtete raus auf die Straße. Die halbe Stadt stand in Flammen. Überall brannten die Häuser und schleimige Leute tobten durch die Straßen. Es war ein Scheiß tag! Ich ging nach Hause und legte mich erst mal hin.
Kapitel Drei: Klopf, Klopf. Nächstes Mal fahren sie bei mir mit!
Ich saß zu Hause auf meiner Couch und fragte mich, wieso diese komischen Menschen mich angegriffen hatten. Ich hatte Kratzer, Blessuren und unterirdische Paradiesvögel verschluckt. Ich war total verzweifelt und rief den Erdnussmann an. “Hallo Sepp, wie geht es dir?“ fragte ich und kratzte mich da, wo es der Erdnussmann am Telefon nicht sehen konnte. Der Erdnussmann am anderen Ende war ziemlich kariert: „Du? Was bringt dich dazu, mich anzurufen?“ Ich wusste es auch nicht so genau, aber dann fiel es mir ein. „Stell dir vor, mein alter Freund: Ich war in der hässlichen Bar vom einohrigen Toni und auf einmal wollten mich alle verprügeln! Und ich habe im Wald etwas sehr merkwürdiges gesehen! Und ich habe die letzten drei Nächte nur Marzipan gefressen und meinen Chef getötet.“ „Was?“ fragte der Erdnussmann und ich hörte, wie sehr er an der Zigarre zu knabbern hatte, die er gerade im Mund hatte. „Jetzt stell dich nicht so an, mit dem Geheule kommst du auch nicht weiter als damals. Ich sollte dir den Vitaminpiraten wieder wegnehmen! Du weißt gar nicht, was Kühe wünschen.“ “Wie? Soll ich jetzt den ganzen Tag am Kiosk stehen?“ fragte ich etwas verwittert. “OK. Um drei Uhr treffen wir uns. Und bring das Reisetier mit!“ sagte der Erdnussmann förmlich voller Moos im Hals. Er hätte mal wieder eine Tube Hirn vertragen können. Ich hörte das Tuten im Telefonhörer, das mich erst erregte, dann frustrierte.
Mein Geländewagen hatte Durchfall und ich wollte da natürlich auch noch mal meinen Löwensenf dazugeben. Also ging ich zu Fuß. Ich tarnte mich als Karotte und so erkannte mich keiner. Polizeistreifen suchten nach mir. Die Bundeswehr suchte auch und fuhr mit Panzern quer durch meine Stadt. Natürlich wussten die nicht, dass ich oben in dem scheiß Haus wohne aber mir egal. Ich wanderte durch die Gegend zu dem geheimen Treffpunkt. Am Marktplatz unter dem einzigen Sonnenschirm, der dann auch noch Knallgelb war. Unterwegs ging ich noch mal beim Kiosk rein. Ich sah Tante Emma an. „Hallo“ „Hallo! Was willst du?“ fragte sie mich und sah dabei lustig aus. „Ich will rasierklingen!“ sagte ich, denn ich brauchte gerade ganz dringend welche. „Tut mir leid!“ log die schleimige Tante Emma und sah mich zischend an. „Scheiße!“ bölkte ich und begann sie zu töten. Es war Notwehr. Ganz ehrlich. Ich spritzte sie mit Weihwasser an und sie schmolz. So langsam war das scheiße. Ich nahm mir, was ich brauchte (und das war nicht wenig) und ging wieder raus. Ich legte schnell mein Mohrrübenkostüm an, als ich Polizei hörte.
Ich hüpfte unauffällig durch straßen der stadt. Ich kam an dem treffpunkt an. Es war windig. Der gelbe sonnenschirm neigte sich im wind. Ich stellte mich wartend drunter und rauchte einen joint, der mir aber immer wieder durch den wind zerstört wurde. Ich hab aber so’n teil, was hunde um den hals kriegen, wenn sie operiert wurden und nicht an die wunde dürfen. So, diese Satellitenschüsseln! So ein Teil hab ich mir dann auf den mund getan und den spliff windgeschützt genossen. Ich wartete auf den Erdnussmann. Und tatsächlich, da kam er auf einer 10 meter hohen Welle aus Schokolade und Erde kam er herbeigerutscht. Er war groß und muskulös. Ein stattlicher Kerl, angezogen wie ein Cowboy aus Las Vegas. „Schön, dich zu sehen! Lass uns mal irgendwo hingehen, wo wir ungestört und unbeobachtet sind!“ sagte ich. „Ja, lass uns zu mir in meinen Berg!“ sagte er und deutete auf einen der Berge weiter oben. Obwohl ich Angst hatte, dass er inzwischen schwul geworden war, willigte ich ein und wir verschwanden lautlos auf einer riesigen welle aus schokolade, von der ich aber erst mal geng hatte. Die welle war seine beste freundin, die sonnige. Sie hatte schon in vielen Gebieten der Welt, in denen Hungersnöte wüteten den Kindern geholfen.
Kapitel Vier: Ich erzähl jetzt zum ersten mal, was hier eigentlich los ist. Wen das interessiert, der sollte jetzt mal aufpassen. Ich finde, das ist ein ganz schön langer Titel für ein Kapitel. Aber was soll’s jetzt ist es eh zu spät, noch was zu ändern. Ich hör mal auf.
Ich saß in einem dunklen, aber gemütlichen Raum im inneren des Berges. Der Erdnussmann hatte Stullen du grünen Tee für mich aufgesetzt. Ich machte es mir auf dem Sessel vor dem Kamin gemütlich und hätte eigentlich jetzt Lust gehabt, die Sportschau zu gucken. Aber er nervte mich gleich von der Seite an. „Also, erzähl, was ist dir passiert?“ fragte der Erdnussmann und kiffte seine Tüte. „Pass auf... ich hab die Sterne beobachtet und auf einmal ist da so ein Ding in den Wald gestürzt. Ich hab es am nächsten Tag angeguckt, es war ein Raumschiff, was da in die Erde gestochen ist. Ich wurde von Vögeln angekackt. Danach wurde ich in Tonis Bar angegriffen. Ich bin weggegangen. Auf der Arbeit hab ich erst meinen Chef und dann den Rest der Trompetercrew meiner Schicht auf bestialische Weise dahingemeuchelt! Ich habe sie alle getötet. Und nur mit Weihwasser aus dem Supermarkt. Auf dem Weg hierher hab ich Tante Emma umgepustet. Die sind nicht mehr se selbst. Sie sind jemand anders. Ein schleimiges Monster hat von ihnen Besitz ergriffen. Mein Chef wollte mich in einem geheimen Raum aus Schokolade anfallen und töten...“ ich war am Ende. Ja, ich hatte alles wichtige gesagt. Ich schaltete die Sportschau ein und Harry Whitefucker, wie er gerade ein Tor schoss und ich war voll am feiern, rannte ins Bad und leckte die Schuhcreme ab. „Sie wollten dich zu einem von ihnen machen!“ sagte der Erdnussmann und auf einmal sah ich, dass er eine Flasche Weihwasser aus der Tasche zog. Sie war fast leer. „Verdammtes Pack! Ich habe schon mehrere erlegt! Sie haben alle meine Freunde befallen und ich musste sie alle töten.“ Sagte der Erdnussmann und schnitt sich einen Fußnagel ab, der durch die Bude flog und auf dem Teppich landete. Wahrscheinlich ist inzwischen schon mal einer reingetreten und hat diesen Fußnagel mit nach draußen in die weite welt genommen! Ich denke, das ist ein würdiges Ende. „Interessant.“ Sagte ich und dachte wieder an die Suppe, die man mir empfohlen hatte. Eine kleine Briese Nelke und ein paar erwürgte Frösche aus Frankreich. Zur Not geht auch eine Schnecke, die in drei Sprachen gekocht werden kann. „Was sollen wir tun?“ „Wir gucken Fernsehen!“ sagte der Erdnussmann und schaltete die fröhliche Scheiße ein. Wir gucken sehr viele Serien und Talkshows und aßen drei kilo chips. Die dressierten hamster reichten uns Lammkotelett und fertig gedrehte joints voller tempelgras servierten und auf Wunsch auch sangen. Aber da hatte ich keinen bock drauf. Ein anderes mal. Oder am liebsten gar nicht. Mann, lasst mich zufrieden, ihr verfickten Hamster- Penner! Ich tret euch in in eure pelzigen Ärsche. Warum? Ich wollte zur Boje draußen in der Nordsee und die haben mir mein Englischbuch an die Wand genagelt. Ich konnte nicht mit dem Finnen zum Puff fahren, wir sollten am Sonntag Schach spielen. Haben wir aber nicht gemacht, weil der Finne Ausschlag hatte und ich wollte zu Hause noch abwaschen und die Radieschen schleudern, die Katze neu lackieren, den Vogel bürsten, die Blumen füttern und den Hund gießen. Ich hatte noch ne Menge zu tun aber ich half dem roten Ritter dann doch noch, seinen Korb voller Pferdehefte auf dem Flohmarkt für einen guten Preis zu verkaufen. Ich war zu gut!
Im Fernsehen lief nicht. Nur scheiße. Aber dann! Um 16 Uhr! Nachrichten! „Der Chef der Firma HIRNFIX AG wurde total zerstückelt und in Säure aufgelöst in seiner Firma vorgefunden. Der Täten zerstörte eine antike Panzertür aus Schokolade, indem er sie aufaß und tötete noch elf seiner Kollegen mit einer Kettensäge. So ein brutaler bestialischer schlimmer Mord. Ich übergebe mich. Guten Abend!“ sagte die Reporterin und kotze in die Kamera. Der Nachrichtensprecher sah ernst in die Kamera. „Der Täter ist bereits bekannt, es handelt sich um den inzwischen arbeitslosen Hirnabfüller Mike Rafone aus Vierundzwanzighausen am Arsch. Er ist brutal, geistesgestört, äußerst wütend und gefährlich. Vermutlich trägt er ein umfangreiches Kurzwaffenarsenal mit sich herum und verfügt über uneschreibliche Aggressionen. Er ist ein verrückter Massenmörder, der gerade Amok läuft. Ich denke, die sollten zu Hause bleiben, nicht rausgehen, ihre Fenster und Türen geschlossen halten und sich am besten mit dem fernseher, dem telefon und einem großen messer unterm bett verkriechen!!! Gott schütze uns!“ Genug von den lustigen Seiten der geschichte. Ich sah den Erdnussmann an und er lachte. „Du Spacken, die haben dich ja voll gefickt!“ „Scheiße!“ sagte ich und rutschte über die couch. Ich gurgelte an einem bonbon, das nach senf schmeckte. Der Erdnussmann lachte. Doch das lachen stockte, als er auch seinen namen im fernsehen hörte und gesagt wurde, dass er noch viel leute abgekillt hatte. Das war ja mal n ding. „Wer weiß, wem die sonst noch alles den kopf mit seife verschmiert haben! Bestimmt haben die schon alle angesteckt und wir sind die einzigen, die übrig sind.“ sagte ich und stand auf. Ich nahm mir einen hamster und betrachtete ihn liebevoll. Er war so putzig, so süß und niedlich. So zum in den arm nehmen und schmusen. Er war so klein und hilflos. Er sah mich mit fragendem Blick an. Was für ein putziger kleiner... „Hör mal Digger!“ sagte der hamster genervt und zog an seiner west light. „Wenn du was willst, musst du es mir schon sagen, verarschen kann ich mich alleine. Kann ich heute abend dein wurstmobil leihen? Ich hab n date mit einem baum. Ich bring ihn dir vor zwölf zurück. Bitte!“ „Ja is gut, aber hör auf, mir auf die Füße zu gucken, sonst muss ich mal austreten.“ Ich setzte den Hamster verdutzt ab und gab ihm anstatt der schlüssel zu meinem wurstmobil nur einen Popel, der aber fast genau so aussah. Ich widmete mich wieder dem Erdnussmann, der verängstigt vor dem fernseher saß. „Wieso hast du keinen Käse mehr in deinem Kühlschrank, du Ochse?“ fragte ich und strich mir die stulle von der backe.
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