Moses Pelham - Geteiltes Leid 2
Release Date: 23.08.04
Label: 3P - pelham power productions
Single-Auskopplung: Ein schöner Tag (26.07.04)
www.mosespelham.deTracklisting:
01. Back
02. Kein anderer
03. M.O.
04. Ein schöner Tag -SNIPPET-
05. Prélude zu Dein Mann
06. Dein Mann -SNIPPET-
07. Stavros (Interlude)
08. Was wollt Ihr trinken?
09. Ich bin Rap
10. Letzte Worte
11. Es wird ein Wunder geschehen
12. Feuerspucker
13. Wenn ich schreib´
14. Hold on
15. Strugglin´ feat. ILLMAT!C & Kool Savas
16. Gott liebt mich
17. Nah am Ende
18. Eines Tages
Bonus Track:
Non Stop feat. Iz, Sabrina Setlur, Illmat!c, Oli Banjo, Die Firma,
Caput, Katch, Snega, Pillat, Ebony Prince, Torch, Toni L., Cora E.,
Skillz en Masse, Paek, UWVD, Franky Kubrik a.k.a. Karibik Frank,
Dreckskind und Pechvogel, Nachtwandler, Chima, Silversurfer, Da Germ,
Seperate, Abroo, Bruda Sven und Mellow Mark (t.b.c.)
Selten sind sie geworden, jene Menschen, die noch eine echte Vision in sich tragen.
Moses Pelham hat nicht nur eine Vision, er lebt sie, und das mit jeder Faser seiner selbst!
Denn neben seinen tragenden Funktionen als CEO – Labelchef von 3p –, Produzent, Songwriter
und musikalischem Mastermind der grenzüberschreitend erfolgreichen Soul-Sensation Glashaus
hat der heute 33-Jährige nie aufgehört, seinen eigenen Traum zu leben.
Sein 1998 erschienenes Solo-Album „Geteiltes Leid I“ schlug die Tür weit auf zu seinem
facettenreichen und spannenden Seelenleben. Einem Leben, das zu jeder Minute von Musik
in all ihrer Vielfalt geprägt ist. Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt – von „Hartreim Saga“
zu „Willst Du Sterben?“: „Geteiltes Leid I“ zeichnete innerhalb von nahezu 65 Minuten
Gesamtspielzeit Stimmungen nach, wie man sie in dieser Intensität und Stärke nie zuvor
im Rap-Business gehört hat. Die Einzigartigkeit dieser zur Langspielplatte gewordenen
Autobiographie und Moses’ unverwechselbares Charisma ließen ahnen, dass dies nicht die
letzte Introspektive von Moses gewesen sein würde – da liegen noch Millionen anderer
Wahrheiten verborgen. Da ist noch so viel zu teilen – und nicht nur Leid.
Die Fortsetzung dieser unvergleichlichen Seelenspiegelung findet sich nun, sechs Jahre später,
auf „Geteiltes Leid 2“. Und Moses wäre nicht Moses, würde er uns nicht auch hier – immer wieder aufs Neue – überraschen: Eine solch durchschlagende Überraschung ist die erste Singleauskopplung „Ein schöner Tag“, die ihre eigene positive Grundstimmung stolz im Titel trägt und Moses’ Innerstes nach außen kehrt. „Ich durchforst´ mich selbst nach Nutzen und Sinn / und jedes Wort das jetzt fällt macht mir bewusst wer ich bin“ (aus: „Ein schöner Tag“).
„Ein schöner Tag“ stößt die Tür weit auf zu einem emotionalen Rollercoaster, der seinesgleichen sucht. Das Album „Geteiltes Leid 2“ ist ein sehr intimes, stark selbstreflektierendes Werk geworden, welches Moses mit seinen Hörern zu teilen bereit ist. Passend dazu präsentiert „Ein schöner Tag“ auch erstmals Moses’ gesangliche Qualitäten, die in puncto Ausdrucksstärke und Intensität keinen Deut hinter seinem Rap-Talent zurückstehen.
Die von Moses Pelham über die Jahre hinweg gesammelten Erfahrungen inner- und außerhalb des Musikbusiness bieten mehr Stoff für Lyrics, als sie sich jeder Newcomer zu erträumen wagt.
Sie prägen jenes Selbstbewusstsein, das Moses sagen lässt: „Ich bin Rap“. Er ist „Dein Mann“, wenn es darum geht, zurück zu sich selbst, zu seinem eigenen Glauben zu finden. Er ist dein
umsichtiger Gastgeber, wenn du down und tief unten bist („Was wollt ihr trinken?“). Eine spezielle Spiritualität, die von seiner tiefen Liebe zur Musik und letzten Endes, kurzum, zu Gott rührt, geht von diesem Album aus und infiziert jeden seiner Hörer: Denn der tief greifende Überlebenswille von raptechnisch in Stein gemeißelten Seelenspiegelungen wie „Hold On“ oder „Eines Tages“ mündet nicht ohne Grund in der zentralen Songaussage „Gott liebt mich“.
Moses Pelham und Martin Haas haben nach „Geteiltes Leid I“ auch dieses neue Album im Alleingang produziert, weil nur sie genau wissen, wie diese Vision klingen muss, um zu wirken. Die beiden ergänzen sich perfekt wie Yin und Yang, treiben ihre musikalische Vision in immer neue Höhen und Weiten – sie sind seit 1989 das ideale Tagteam im Studio. Doch wer in „Geteiltes Leid 2“ eintaucht, sich darauf bedingungslos einlässt, der merkt schnell, dass anno 2004 auch Cassandra Steen – die Stimme von Glashaus – aus dieser musikalischen Vision von Moses Pelham nicht wegzudenken ist. Cassandra ist es, die – genau wie bei Glashaus – perfekt akzentuiert die Gefühlsskala ergänzt
und abrundet, wo Moses sprichwörtlich die Stimme fehlt. Auch Charles Simmons, zuvor bereits als Background-Sänger von Glashaus und Sabrina Setlur ein Genuss, trug maßgeblich mit seiner Soul- und Stimm-Power zu „Geteiltes Leid 2“ bei.
Dabei ist Moses’ Hunger nach Rap, sein Durst nach gerappten Botschaften längst nicht gesättigt:
Mo spittet Styles und shiftet Gänge gerade so wie in seinem Porsche, er ist der „Feuerspucker“, der mit Feuer und Flamme seine Ansichten vertritt, wenn er seine Lyrics schreibt. „Ich bin chill wie kleine Orte im Süden am Strand / aber ich grill´ MCs mit Worten wie Geflügel und Lamm“ (aus: „Feuerspucker“).
Moses Pelham hat sich seinen Fame hart erarbeitet,
ist „Dein Mann“, wenn es um wahre Realness geht.
Seine musikalische Vision übertrifft jede noch so vollmundig angekündigte Marketingstrategie –
Moses lebt mit Musik und er leidet auch mit und in ihr!
Kein anderer berührt dabei Seelen so wie er.
Kein anderer weiß wie er: „Es wird ein Wunder geschehen“.
Rezension von Chris Maruhn
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QUELLE:
www.3-p.de